Lassen Sie uns anstoßen auf den Frieden, im Gedenken an den I. Weltkrieg und vor allem darauf, dass er vor jetzt 100 Jahren endlich zu Ende war.

Das Gedenken an die Unterzeichnung des Waffenstillstands von 1918 hat die vergangenen Wochen geprägt. An jenen 11. November vor genau einem Jahrhundert, an dem die Mächte Europas morgens um 11 Uhr den endgültigen Waffenstillstand unterzeichneten, nachdem der ebenso blutige wie sinnlose Konflikt vier Jahre lang die Welt überzogen hatte.

Nach dem Attentat von Sarajevo auf den Erzherzog Franz Ferdinand, Thronfolger von Österreich-Ungarn, im Juni 1914 hatte noch im August desselben Jahres der Große Krieg begonnen. Er ging mit der Grausamkeit der Auseinandersetzung an den Fronten in die Geschichte ein, mit der enormen Zahl der Opfer und dem unsäglichen Leid der Soldaten, die nach dem Krieg körperlich und psychologisch für den Rest ihres Lebens gezeichnet waren.

Die Härte der Kämpfe in den Schützengräben, verheerende Waffen, wie man sie bislang auf den Schlachtfeldern noch nie erlebt hatte, und die Zerstörung ganzer Landstriche samt ihrer Infrastruktur hinterließen tiefe Narben und offene Wunden. Ein Konflikt, dessen Ende schließlich durch die Erschöpfung der Gegner herbeigeführt wurde. Die Unbarmherzigkeit gegenüber dem Besiegten, die in harten wirtschaftlichen Sanktionen lange weiter auf der Zivilbevölkerung lasten sollte, war zugleich die Saat für den Nazismus, der kaum zwei Jahrzehnte später in den nächsten Weltkrieg führen sollte.

Rheinland, Grenzland

Hier in dieser Gegend Westeuropas zwischen Frankreich, Belgien, Holland und Deutschland hatte der Erste Weltkrieg sein Epizentrum. Hier in diesem Grenzland der Nationen, das zugleich das wichtigste Industriezentrum des alten Kontinents und der Keim des wirtschaftlichen Aufschwungs der Anfangsjahre der Europäischen Union war.

Gehen wir weiter zurück in der Geschichte, in die Antike, dann waren es die Römer, die hier argwöhnisch über den Rhein blickten, die natürliche Grenze zwischen ihrem Reich und den gefürchteten germanischen Stämmen. Nur wenige Mutige wie der Feldherr Varus in augusteischer Zeit wagten sich über den Fluss, und sein Abenteuer endete bekanntlich im Teutoburger Wald, wo er auf dem Rückweg von seinem Feldzug zur Elbe mit seinen Legionären den Tod fand.

Im Mittelalter war Aachen das Zentrum Europas, und hier wurde nach dem Tod Karls des Großen der Grundstein für die tiefe Rivalität zwischen Germanen und Franken gelegt, als das Reich unter seinen Söhnen aufgeteilt wurde.

Eine Gegend, die das Zentrum der imperialen Träume Europas bleiben sollte, der Träume des spanischen Königs und Kaisers Karl des V., Luis XIV., Napoleons und der nachfolgenden deutschen Reiche. In den folgenden Jahrhunderten sollte die bevölkerungsreiche Region zum Zentrum der Industrialisierung werden.

Doch obgleich diese Region Schauplatz der blutigsten Schlachten war, sind ihre Grenzen heute ein Symbol der Freiheit, friedlicher Nachbarschaft und blühenden Handels. Ein Beispiel dafür sind die Weine der DO La Mancha: Bereits seit 2015 sind sie jedes Jahr auf der Prowein vertreten, der wichtigsten professionellen Weinmesse der Welt.

Ruta de los vinos DO La Mancha en su viaje a Prowein

 

Hier in Düsseldorf, nördlich von Köln und mitten im Ruhrgebiet, beeindruckt die Prowein den Besucher mit ihrem breiten Angebot. 100 Jahre nach dem I. Weltkrieg, der so viel Leid verursacht hat, ist hier alles Kriegerische überwunden. Dafür ist die Messe ein gutes Beispiel. Sie ist von der Vielfalt der Sprachen und Weinsorten geprägt, es geht um Aromen, Trends, Kellereien, Eindrücke. Hier spricht man heute eine internationale Sprache: die Weinansprache. Eine universale Messe, geschäftlich und geschäftig, aber fast auch brüderlich, nachbarschaftlich. Länder, Völker und Regionen, Bodegas und Weingegenden versammeln sich hier rund um ein Getränk, das Kulturen verbindet. Ein Produkt, welches das Leben angenehmer macht, glücklicher – und das weltweit Wohlstand generiert.

Deutschland ist für die Weine aus La Mancha der zweitwichtigste Abnehmer der Welt und der wichtigste in der EU. Die Treue, die der deutsche Weingenießer den jungen, fruchtigen Mancha-Weinen zollt, ist fast schon historisch, hat sich über Jahrzehnte hinweg etabliert.

 

Man muss die Geschichte kennen, aus ihren Fehlern lernen, um sie in Zukunft zu vermeiden, sagt man. Deshalb können wir den Frieden nicht hoch genug schätzen. Aus dem Leid vergangener Generationen müssen wir lernen, welch hoher Wert der Frieden ist.

Was auch darin zum Ausdruck kommt, dass es hier heute um Wein geht, nicht um Waffen.

 

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